Die Geschichte hinter MK-Pyrodesign

Die Idee zur „Marke“ MK-Design entwickelten Felix Meier und ich etwa 2011 im Studium in Nürtingen bei Stuttgart. Wir hatten die zunächst noch recht verspielte Idee, ursprünglich aus dem Gedanken der Freiraumplanung heraus, gemeinsame eine Firma aufzubauen. Durch das Interesse für Feuerwerk, was uns beide von klein auf fasziniert hat, hat alles dann doch eine zunächst unerwartete Wendung genommen.

Wie jede kleine, neue Firma hatten wir viel zu lernen: Den Markt beobachten, Kunden gewinnen und auch in die professionelle Technik und Effektgestaltung tief einsteigen. Dabei kam uns (und kommt uns bis heute) häufig das Wissen aus dem Studium zu Gute, obwohl die Themen Landschaftsarchitektur und Feuerwerk auf den ersten Blick nur schwer in Verbindung zu bringen sind. Beides hat aber in starkem Maß mit Harmonieempfinden, Farbgestaltung und Raumgefühl zu tun. Auch die technische Ausbildung, analytisches Vorgehen und Gedanken zu sozialen Themen wie Bürgerbeteiligungen sind heute wichtige Grundelemente in unserer Philosophie.

Gerade das Thema der Bürgerbeteiligungen und das wachsende Interesse an Mitbestimmung in unserer Gesellschaft werden beim Thema Feuerwerk, unserer Einschätzung nach, häufig zu wenig beachtet und unterschätzt. Ein Feuerwerk ist nämlich kein punktuelles Ereignis, was eine kleine Personengruppe betrifft, sondern wirkt häufig auf eine größere Anzahl von Individuen ein. Damit kommt es, wie bei allen gesellschaftlichen Themen zu unterschiedlichen Ansichten und dadurch zu Reibungspunkten.

Logo aus den ersten Tagen von MK-Design...
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... und MK-Pyrodesign heute
... und MK-Pyrodesign heute

Neben den bekannten Großveranstaltungen, wie „Flammende Sterne“ in Ostfildern, dem Seenachtsfest in Konstanz oder der Pyronale in Berlin, die durch das hohe Allgemeininteresse eine große Akzeptanz besitzen, gibt es eine stetig wachsende Zahl an Privatfeuerwerken. Dazu zählen Hochzeitsfeuerwerke, Geburtstagsfeuerwerke, Firmenfeiern – die klassischen Feuerwerksanlässe.

Foto aus einer Reise nach Malta - für weiter Bilder dieser einmaligen Reise bitte auf das Bild klicken
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Diese Feuerwerke finden oft, vor allem bei Hochzeiten, räumlich und zeitlich sehr konzentriert statt. Räumliche Häufungen kommen durch die Locations zu Stande, die natürlich bestrebt sind ihre Räumlichkeiten möglichst oft zu vermitteln. Die zeitliche Häufung ist Jahreszeitlich bedingt, da gerade Hochzeiten in der Regel bei warmen Temperaturen im Frühling und Sommer stattfinden.

Neben dem Wunsch der Kunden nach einem Feuerwerk und der Location, die den Kunden ein möglichst einmaliges Erlebnis bieten will gibt es aber noch zwei weitere Personengruppen, die all zu oft vergessen werden: Dies sind die Anwohner und die kommunale Verwaltung. Die Anwohner leiden unter der gehäuften Lärmbelastung zu später Stunde und die Stadtverwaltung muss den nachfolgenden Beschwerden nachgehen und versuchen die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Da liegt der Schluss nahe, die einfachste Komponente und die Ursache des Unmutes – das Feuerwerk – zu beseitigen. Das ist das was wir in unserem Berufsfeld zurzeit vermehrt feststellen und worüber alle stöhnen: Feuerwerke werden immer schwieriger in der Genehmigung und der Widerstand wächst.


Die Zeiten, in denen ein Berufsstand oder eine Interessengemeinschaft über den Willen der Allgemeinheit hinweg entscheiden und ein Vorhaben durchsetzen konnte, sind vorbei. Dies hat in der Vergangenheit so manche Straße, Flughafen, Kraftwerk oder Bahntrasse erlebt. Warum sollte für ein Feuerwerk etwas anderes gelten als für ein Atomkraftwerk? Wenn die Mehrheit einer Gesellschaft sich am Nutzen einer Minderheit gestört fühlt ist Ärger vorprogrammiert.

Und hier greift das Konzept, das wir in langem Beobachten und durch viele Erfahrungen in der Vergangenheit entwickelt haben. Wir sind bemüht die Interessen aller Beteiligten zufrieden zu Stellen und dabei keine Abstriche bei der Qualität und dem Erlebnis zu machen. Ziel ist es dabei, Emissionen so gut es geht zu vermeiden, egal ob Lärm oder Schmutz. Dabei ist der Grad der Anpassung durchaus variabel. Natürlich bleibt ein klassisches Höhenfeuerwerk mit großen Buketts am Himmel weiterhin möglich – solange die Allgemeinheit dies Zulässt. Dies sind beispielsweise die eingangs genannten Beispiele großer Feuerwerke, aber auch Stadtfeste.

Eine Reduktion der Emissionen ist aber auch bis nahezu gegen Null möglich, sodass danach die begleitende Musik mit die Lauteste Komponente der Show ist. Dabei verändert sich zwar die Gestalt des Feuerwerks, nicht aber die Qualität. Dem Kunden wird immer eine einmalige Show geboten, stets bestrebt zu begeistern und mit dem Ziel, Emotionen zu wecken. Durch die Besinnung auf alte Feuerwerkstraditionen aus dem Bodenfeuerwerk und modernen Elementen wie Licht- und Flammentechnik ist dies durchaus möglich. Gleichzeitig wird aber auch auf Belange der Umgebung eingegangen, seien es Lärmbelastung, Umweltschutz- oder Brandschutzbelange.

Das ist das Konzept, welches wir heute präsentieren und für das wir stehen: Individuelle Feuerwerkserlebnisse, abgestimmt nicht nur auf die Wünsche der Kunden, sondern auch auf die örtlichen Gegebenheiten.


In den nächsten Einträgen wollen wir einige Bausteine unserer Shows beleuchten und vorstellen, um einen kleinen Einblick in unsere Technik, aber auch unsere Ideen zu geben. Wir würden uns freuen, wenn Sie dann wieder einmal vorbeischauen und uns vielleicht auch regelmäßig auf unserem Weg begleiten.

 

Jonathan Kees


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Kommentare: 2
  • #1

    Peter Kees (Dienstag, 19 Mai 2015 21:33)

    warst halt schon immer ein alter Zuensler ...

  • #2

    Tobias (Mittwoch, 20 Mai 2015 11:50)

    Eine wirklich tolle und beeindruckende Erfolgsgeschichte. Und das obwohl alle Welt behauptet das so etwas in Deutschland nicht mehr möglich sei. Super!! Macht weiter